Frage 3

Einführung des Weltkindertages als gesetzlicher Feiertag

Entwurf vom 18. September 2018
Eingebracht durch Mehrere Initiatoren
Federführender Ausschuss Innen- und Kommunalausschuss
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Die Diskussion ist seit dem 17.01.2019 abgeschlossen

Zurzeit befindet sich der Gesetzentwurf der Fraktionen DIE LINKE, der SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zum Dritten Gesetz zur Änderung des Thüringer Feier- und Gedenktagsgesetzes – Einführung des Weltkindertages als gesetzlichen Feiertag vom 18.09.2018 in der parlamentarischen Diskussion. Nachfolgend finden Sie Fragen, mit denen sich der Innen- und Kommunalausschuss derzeit befasst. Sie können Ihre Meinung zu den Fragen abgeben. Mit Ihren Beiträgen, Ihren Erläuterungen oder Ihrer Kritik können Sie Einfluss auf die Arbeit des Innen- und Kommunalausschuss nehmen.

 

Diskutieren Sie mit!

Frage 3

Wie beurteilen Sie die Einführung eines weiteren gesetzlichen Feiertages auch vor dem Hintergrund, dass Thüringen bisher über 10 Feiertage verfügt, andere Bundesländer aber über 9 bis 13 Tage verfügen und auch die durchschnittliche Jahresarbeitszeit in Thüringen am höchsten ist?

15. Januar 2019 | Katja78
Ein Feiertag mehr ist wirtschaftlich kein Problem

Von einem Feiertag mehr geht die Wirtschaft nicht zugrunde, in anderen Ländern funktioniert das auch. Die Unternehmen profitieren genug durch die viele Arbeit ihrer Beschäftigten.

14. Januar 2019 | H.F. aus Berga
Thüringer arbeiten genug, Feiertag ist guter Ausgleich

In anderen Ländern wie Bayern, die gleich drei Feiertage mehr als Thüringen haben, funktioniert es doch auch prima. Es gibt keinen Grund, warum man nicht auch in Thüringen einen weiteren einzelnen Feiertag einführen sollte. Gemessen daran wie intensiv und lange die Thüringer arbeiten ist so ein zusätzlicher Feiertag nicht nur geboten sondern auch wirtschaftlich keine große Belastung. Ja zum neuen Feiertag!

07. Januar 2019 | Konrad Keller
Ich lehne einen zusätzlichen…

Ich lehne einen zusätzlichen Feiertag zum Weltkindertag auch vor dem oben genannten Hintergrund ab. Der föderale Vergleich hinkt. Für mich ist egal, welche anderen Feiertage andere Bundesländer geregelt haben. Sollte die Aussage hinsichtlich der Thüringer Jahresarbeitszeit stimmen, wäre ich ein kleines bißchen solz, dazu meinen Beitrag zu leisten. Mutmaßlich ist der Grund aber, dass in Thüringen mehr echte Vollzeit gearbeitet wird und wenig Tarifbindung herrscht, mithin die Menschen 40 anstatt 35 oder 38,5 Stunden arbeiten. Der Einführung eines weiteren arbeitsfreien Tages zur Verkürzung der Jahresarbeitszeit würde eine statistische Verzerrung der Tarifdiskussion folgen. Das ist Verblendung.  

31. Dezember 2018 | fichtenhainer
Dann sind wir ja im Mittelfeld

Mit einem neuen Feiertag, mit Schwerpunkt Weltkindertag, hat Thüringen dann insgesamt 11 Feiertage und liegt genau im Mittel aller Bundesländer. Übrigens, die wirtschaftlich, stärksten Bundesländer mit der höchsten Produktivität und Löhnen haben alle die meisten Feiertage. Thüringen ist auf einem guten Weg.

30. Dezember 2018 | FMH
Feiertage, Wochenenden,…

Feiertage, Wochenenden, Brückentage, Krankmeldung mit vollem Lohnausgleich, Elternzeit, Bildungsurlaub ... Ich denke das ist insgesamt ausreichend, man sollte den Sozialstaat nicht überstrapazieren und auch die Unternehmen kommen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit.

28. Dezember 2018 | anbu
Das in Thüringen die…

Das in Thüringen die Arbeitszeit am Längen und das Einkommen am geringsten ist liegt wohl daran dass zu wenig Industrie Arbeitsplätze mit Tarifbindubg  vorhanden sind.

Hier sollte die Politik ihr Hauptaufgabe sehen. Industrie ansiedeln und Gut bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen.

21. November 2018 | MarioD
Thüringer leisten genug unbezahlte Überstunden und arbeiten viel

Als Gegenargument gegen einen Feiertag werden oftmals wirtschaftliche Einbußen genannt. Tatsächlich schenken die Thüringer doch jedes Jahr einen höheren Millionenbeitrag durch unbezalte Überstunden an die Wirtschaft, als dass diese möglicherweise durch einem weiteren Feiertag weniger Gewinne einfährt. Ganz zu schweigen davon, dass die Menschen in Thüringen im Schnitt drei Wochen im Jahr mehr als andere Bundesländer arbeiten. Die Thüringer haben mindestens einen weiteren zusätzlichen Feiertag wirtschaftlich schon längst wieder reingeholt. Das vorgelegte Gesetz zur Einführung eines neuen Feiertages finde ich richtig.

16. November 2018 | Henriette
Bruttoinlandsprodukt macht deutlich: zusätzlicher Feiertag passt

Bayern hat 13 Feiertagen und 2017 ein Wachstum beim Bruttoinlandsprodukt von +2,8 % gehabt, das Saarland hat 12 Feiertage und ein Wachstum von +1,2 % Tage, Thüringen hat nur 10 Feiertage und ein Wachstum von +1,6 %. Wie man sieht bricht bei mehr Feiertagen nicht die Wirtschaft zusammen, zumal wie man im Gesetzentwurf ja lesen kann die Experten auch nur 0,12% Rückgang BIP durch Zusatzfeiertag erwarten müsste. Das BIP ist über die vergangenen Jahre in Thüringen kontinuierlich gestiegen, da tut es der Wirtschaft nicht weh, wenn ein neuer Feiertag beschlossen wird, gerade angesichts der vielen unbezahlten Überstunden in Thüringen und der vielen Arbeit. Die Menschen arbeiten schon genug, da können sie auch mal was zurück bekommen. Am Ende hilft es auch den Arbeitgebern, wenn die Mitarbeiter zufrieden, entspannt und erholt sind.

Ein neuer Feiertag für Thüringen ist gut und notwendig um die Lücke im Bundesschnitt zu schließen. Man könnte aber auch noch bis zu zwei weitere Feiertage ergänzen.